Bolivien
Bolivien wirbt mit der Warmherzigkeit seiner Bewohner.
Bolivien liegt mitten in Südamerikas und hat keinen Zugang zum Meer. Das Land
verfügt über eine reiche kulturelle Tradition und große
Ressourcen.
In seiner Kernregion,
dem Andenhochland, ist es auf Grund der extremen Höhen um 4.000 m nachts so kalt, dass
ein Hotelzimmer mit Heizung als Wohltat empfunden wird. Tagsüber gleißt die Sonne dann so
stark, dass man eine Sonnencreme mit dem höchsten Schutzfaktor nehmen muss, wenn sie bei
Spaziergängen vor Verbrennungen schützen soll. In Tiwanaku z. B., dem schattenlosen
Ruinenfeld einer rätselhaften Kultur, haben die Fremdenführer zur Not schon mal ein paar
Tropfen Sonnencreme für schlecht vorbereitete Urlauber übrig. Tiwanaku breitet sich am Fuß
der Königskordillere aus, die mit ihren stolzen, schneebedeckten 6.000 er - Gipfeln den
südlichen Breitengrad vergessen lässt. Die Luft im Hochland ist dünn.
Auch Sportliche
Personen müssen daher viele Pausen einlegen, wenn sie durch die steilen Gassen von Potosí
bummeln, der mit über 4.000 m höchstgelegenen Stadt der Welt am Cerro Rico. Die Altstadt
ist UNESCO - Weltkulturerbe wie das nahe Sucre.
Im Gegensatz zum strahlend frisch
gestrichenen Sucre wirkt Potosí aber wie eine morbide Prachtkulisse aus vergangenen
Glanzzeiten. Heute ist Bolivien das ärmste Andenland. Die Touristiker drehen diese
Tatsache gern um. Sie behaupten: »Wir sind das reichste Land - weil wir hier noch Zeit
haben.« Tatsächlich scheinen die Uhren in Bolivien viel langsamer zu gehen als im
Nachbarland Peru. Angesichts der schlechten Straßenverhältnisse hat man sogar oft das
Gefühl, die Zeit sei in diesem Land schlicht stehen geblieben. Nur ein
geringer Teil ist asphaltiert, der Rest sind abenteuerliche Pisten. Die schlechten
Transportwege lähmen die Wirtschaft. Aber sie beflügeln den Geist des Reisenden.
Ethno-Öko Tourismus

Das Vizeministerium für Tourismus von Bolivien hat
sich die Förderung des ethnoökologischen Tourismus zum Hauptziel gesetzt. Diese Art von
Tourismus soll eine alternative für die eigenständige Entwicklung von Gebieten des
Landes sein, die landwirtschaftliche und kulturelle Attraktionen besitzen. Um dies zu
verwirklichen, sollen die in diesem Gebiet lebenden indigenen Völker in die Organisation
und Durchführung des Tourismus integriert werden. Mit ihrer Mithilfe sollen die
Nationalparks, Naturschutzgebiete und kulturellen Schätze geschützt und gepflegt werden.
Bolivien ist ein multiethnisches und mulitkulturelles Land. Mehr als 32 verschiedene
ethnische Gruppen leben in den drei großen Gebieten, die in ihrer Geographie äußerst
unterschiedlich sind. Die Ansiedlungen verteilen sich auf die Gebiete das Altiplano (3.800
m) über die dazwischenliegenden fruchtbaren Täler (2.600-1.800 m) bis hin nach
Amazonien.
Das kulturelle Erscheinungsbild dieser breiten Skala von indigenen Völkern ist
ausdrucksstark und abwechslungsreich. Sie haben jeweils ihre eigene Kleidung, Rituale,
Tänze, Feste, Heilmethoden und Architektur, gefärbt von der jeweiligen Region, in der
sie sich entwickelt haben. Die Vielfalt der Lebensräume auf bolivianischem Territorium
bietet Touristen die Möglichkeit, vollkommen unterschiedliche Ökosysteme zu erkunden.
Besonders das Flußgebiet des Amazonas hat mit seiner Vielfalt an Lebensformen
paradiesische Züge. Es erstreckt sich im Westen von der Königskodillere bis zum
Flachland im Osten an der Grenze zu Brasilien und von dort bis zum Ozean. In diesem
wunderbaren Gebiet öffnet sich das Tor zu einer faszinierenden und neuen ökologischen
Erfahrung. Der Besucher erhält an den unterschiedlichen geographischen Punkten im
bolivianischen Flußgebiet Zugang zu dieser auf ganz Amazonien verteilten Vielfalt und
wird dabei von örtlichen Reiseleitern und einheimischen Fremdenführern auf die besonders
sehenswerten Aspekte aufmerksam gemacht.
Die neue Alternative "Bolivien: Ethno-Öko-Tourismus vom Amazonas bis zu den
Anden" erlaubt dem Besucher, einmalig auf der ganzen Welt, eine
reichhaltige Kultur mit Tausenden verschiedenartigen, lebendigen und
faszinierenden Ausprägungen kennenzulernen. Diese Eindrücke werden
mit der ergreifenden Erfahrung des tropischen Urwalds, der Fahrt auf
den Flüssen und Nebenarmen des Amazonas, den spektakulären Sumpflandschaften
mit ihren Alligatoren, dem Angeln von Fischen wie den Pirañas, Rayas
und Surubís, der Fotosafari und der wissenschaftlichen Expedition verbunden.
Wer es etwas ruhiger mag, nur die Erholung oder einfach die Freude am Schönen auf dieser
Welt sucht, der kann - und sei es nur für eine Nacht unter dem Mantel der glitzernden
Sterne - mit dem Flirren der Geräusche und den Gesängen der verschwenderischen Natur
leben und sie still genießen. Die andine Seite Boliviens ist hinreichend bekannt und wird
von anderen Ländern aus in den Tourismus mit einbezogen. Wir bieten jetzt beide
Möglichkeiten: die Anden und den Amazonas und öffnen Bolivien für den neuen Besucher,
der Reisen auf eine ganz andere, neue Art erleben will.
Ein unvergessliches Erlebnis ist beispielsweise die Fahrt zu den tiefen Tälern der Yungas
am Ostrand der Königskordillere. Die tropischen Temperaturen lassen es schon bei der
Landung in Santa Cruz, der Hauptstadt Boliviens, erahnen: Der Urwald ist nicht weit.
Bolivien ist ein Abenteuerland - eins der letzten echten.
Der Salar de Uyuni
Das Gebiet des Salzsees von Uyuni,
des mit 9.000 km² größten Salzsees der Welt, im Departement Potosí ist eines
der schönsten und eindrucksvollsten der Erde mit Wüsten, Lagunen, Geysiren,
Bergen, Thermalquellen, großen Vogelschwärmen und Säugetierarten auf Inseln
im Salzsee selbst. Der Salzsee wird auch das "Weiße Meer" genannt, er liegt
auf einer Höhe von 3.700 m.
Das Flußsystem des Río de la Plata
Das Flußsystem des Río de la Plata besteht aus unzähligen wasserreichen Flüssen im Südosten
Boliviens, zum Beispiel dem Río Pilcomayo, Río Paraguay und dem Río Parapetí, die in der
Gegend um Tarija Möglichkeit zum Fischfang bieten. Eindrucksvoll ist die Landschaft der
großen Ebene des Chaco, eine der ausgedehntesten Flußregionen in Südamerika.
Paläontologische Studien haben in dieser Zone die tausendjährige Anwesenheit von
Dinosauriern nachgewiesen. Dieses Gebiet ist von Ethnien wie den Tobas, Chanés, Otuquis,
Laipis und den Carigueros besiedelt. In diesem Becken findet sich auch das
Biosphärenreservat des Pantanal, nordöstlich des Departements Santa Cruz.
Nachfolgend finden Sie Fakten zu dem Land Argentinien
Internationales Kennzeichen:
BOL
Geographische Lage:
zwischen 10° 20' und 23° südlicher Breite sowie
58° und 69° westlicher Länge
Landesfläche:
1.098.500 km²
53% Wald
3% Ackerland
22% Wiesen und Weiden
Ausdehnung:
N–S 1500 km
W–O 1300 km
Küsten:
Keine Küste vorhanden
Hauptstadt:
La Paz (administrativ)
Sucre (offiziell)
Größten Städte:
La Paz (ca. 784.970 Einwohner)
Santa Cruz (ca. 767.260 Einwohner)
Cochabamba (ca. 448.750 Einwohner)
El Alto (ca. 446.180 Einwohner)
Oruro (ca. 201.830 Einwohner)
Sucre (ca. 144.990 Einwohner)
Gliederung:
9 Departments
Beni, Chuquisaca, Cochabamba, La Paz, Orouro, Pando, Potosi,
Santa Cruz,Tarija
Geographisch Merkmale:
höchster Berg: Sajama 6540 m
größter See: Titicacasee (Bolivienteil) 8.340 km²
Das Hauptwasserökosystem ist der Titicacasee, mit 3.820 Metern der
höchste schiffbare See der Welt. Der Titicacasee war die Wiege der andinen Zivilisationen.
Seine eigentümliche Schönheit vermittelt ein Gefühl von Ehrfurcht. Diese wächst noch, wenn
man sich genauer mit der Geschichte des Sees als Zentrum des indianischen Glaubens befaßt.
Die Hauptzentren der Anbetung und der Darbietung von Opfergaben sind Copacabana, die
Sonneninsel (Isla del Sol) und die Mondinsel (Isla de la Luna). Am Nordufer des Sees gibt
es wunderschöne Gebiete wie beispielsweise Sorata, Charazani, Pelechuco und den
Nationalpark Ulla Ulla. In der gesamten Region existiert eine artenreiche Höhenfauna, unter
denen die Vicuñas, Alpakas, Lamas und der Andenkondor die bekanntesten Tierarten sind.
Die Landschaft wird noch durch die überragende Kulisse der Königskordillere und von
malerischen indianischen Gemeinden der Quechuas und Aymaras dieser Region verschönert.
Beste Reisezeit:
April bis Oktober ist die beste Reisezeit.
Mai bis Juli sind die kältesten Monate.
Oktober bis März sind Regenmonate.
Fremdenverkehrsamt:
Botschaft der Republik Bolivien, Berlin
Zuständigkeiten: Bundesrepublik Deutschland
Wichmannstraße 6
10787 Berlin
Sprechzeit: Mo bis Do 9-12.30, 13.30 -17 Uhr, Fr 9-14 Uhr
Tel: (0 30) 26 39 150
Fax: (0 30) 26 39 15 15
Email: embajada.bolivia@berlin.de
Viceministerio de Turismo, La Paz
Avenida Mariscal Santa Cruz, Palacio de Comunicaciones, Piso
16
La Paz/Bolivien
Tel: (00591 2) 236 74 41, 236 74 63/64
Fax: (00591 2) 237 46 30
Email: t-mercadeo@mcei.gov.bo
Landessprache:
Amtssprache ist Spanisch.
Währung:
1 Boliviano = 100 Centavos.
Währungskürzel: Bs, BOB (ISO-Code
Banknoten gibt es im Wert von 200, 100, 50, 20, 10 und 5 Bs
Münzen in den Nennwerten 2 und 1 Bs sowie 50, 20 und
10 Centavos.
Aktueller Kurs: >> hier
Bevölkerung:
8.450.000 Einwohner
Bevölkerungsdichte:
7,6 Menschen je km²
Feiertage:
6. August (Unabhängigkeitstag)
Post/Telegramm/Internet:
Post: Luftpost nach Europa braucht 3-4 Tage.
Internet/E-Mail: Hauptanbieter ist Megalink (Internet: www.megalink.com).
In den größeren Städten gibt es Internetzugänge
in Internetcaffees und größeren Hotels.
Mobiltelefon:
GSM 1900, Hauptnetzbetreiber sind Nuevatel PCS De Bolivia
SA (www.nuevatel.com)
und Entel SA (www.entelmovil.com.bo)
Strom:
220 V, 50 Hz (110/220 V, 50 Hz in La Paz; 110 V in Potosí,
Adapter erforderlich.
Vorwahlen:
Nach Deutschland: 0049
Von Deutschland: 00591
Öffnungszeiten:
Banken: Mo bis Fr, zwischen 8.30-12.00 Uhr und 14.30-18.00
Uhr
Büros: Mo bis Fr, zwischen 9.00-12.00 Uhr und 14.00-18.00
Uhr , Sam. 9.00-12.00 Uhr
Geschäfte: Mo bis Fr, zwischen 9.00-13.00 Uhr und 14.30-19.00
Uhr, Sa 9.00-12.00 Uhr
Staatsform:
Präsidiale Republik
Staatsführung:
Präsident
Staatsreligion:
kein
VISA:
Visumfrei als Touristen und Besucher für 3 Monate.
Es wird ein gültiger Reisepass mit mindest. 3 Monate
gültigkeite benötigt sowie ein Rückreiseticket.
Botschaften/Konsulate:
Botschaft der Republik Bolivien
Wichmannstraße 6, D-10787 Berlin
Tel: (030) 263 91 50. Fax: (030) 26 39 15 15.
E-Mail: embajada.bolivia@berlin.de
Mo-Do 09.00-17.00 und Fr 09.00-14.00 Uhr.
Honorargeneralkonsulat in Hamburg. Honorarkonsulate in Bremen,
Frankfurt/M. und München.
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Avenida Arce 2395, BO-La Paz
Postanschrift: Casilla 5265, BO-La Paz
Tel: (02) 244 00 66, 244 11 33/66. Fax: (02) 244 14 41.
E-Mail: info@ambajada-alemana-bolivia.org
Honorarkonsulate in Cochabamba, Santa Cruz, Sucre und Tarija.
