Südamerika
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Südamerika, das Land der Träume.
Europäer des Mittelalters träumten vom Gold der Inkas und dessen
machtvollen Einfluss. Europäer von heute träumen
von der wilden Schönheit des Urwaldes und der Anden.
Die Europäer von Damals bemühten sich die Kultur
der Inka auszulöschen und sie auszubeuten. Sie kämpften
mit überlegenen Waffen, unterdrückten und töteten
die Ureinwohner Amerikas. Zahlenmäßig überlegen,
konnten die Indianer den Besatzern trotzdem nicht trotzen.
Die Verteilung der Ureinwohner auf den gesamten Kontinent
ist vermutlich der Grund für den Sieg der Europäer.
Das Inkareich bestand aus zu vielen einzelnen Untergruppen
mit unterschiedliche Sprachen und Traditionen.
Heute reisen Europäer an die Stätten an denen
man die Überresten der Kultur der Inka bewundern kann.
Sie schätzen, im Gegensatz zu ihren Vorfahren die unglaublichen
Bauten der Inka und interessieren sich für deren Hochkultur.
Gleichbleiben atemberaubende ist die Schönheit der
Landschaft. Tropischen Regenwäldern, schneebedeckten
Bergen und langen Küsten erwarten den Besucher Südamerikas.
Südamerika zu bereisen, bedeutet, man besucht ein grünes
Paradies, dessen Wege zwar steinig sind, jeder Schritt aber
zu einem Erlebnis besonderer Art wird.
Die Bahn verfügt über ein paar im wahrsten Sinne
des Wortes atemberaubende Strecken. Die Züge klettern
langsam in endlosen Windungen die Berge herauf um zu Städten
zu gelangen, die einige tausend Höhenmeter über
dem Meeresspiegel liegen und in denen das Atmen schwer fällt,
wenn man nicht daran gewöhnt ist.
Südamerika ist ein Kontinent der Gegensätze. Aufgrund
seiner besonders abgegrenzten Lage hat sich ein einzigartiges
ökologisches System entwickelt. Die Tier und Pflanzenwelt
hat sich gut auf die besonderen Gegebenheiten eingestellt.
Durch die nebelverhangenen Urwaldregionen führen nur
wenige Wege. Um diese Gegenden zu bereisen sollte man mit
dem Boot auf den Flüssen unterwegs sein, oder sich
mit einem Führen zu Fuß auf den Weg machen. Die
Flüsse werde genährt von Regenwasser, so sind
die Wassermengen natürlich auch abhängig von den
Regenfällen.
Nach dem zweiten Weltkrieg, als Europa in Schutt und Asche
lag, wurde in Südamerika mit vollen Händen das
Geld ausgegeben. Man lebte über seine Verhältnisse
und genoss das Leben. In den 80er Jahren war dann fast jedes
südamerikanische Land hoch verschuldet.
Südamerika ist das Land der Kartoffeln,
des Tabaks
und Kautschuk, einer Unzahl an exotischen Früchten
und Mais. Mais, das war und ist noch heute das heilig Getreide
der Inka. Viele Staaten Südamerikas leben von der Landwirtschaft.
Sie bauen Getreide, Kaffee, Kakao und Baumwolle an. Diese
Güter werden in die ganze Welt exportiert.
Die Ureinwohner Südamerikas hatten eine hochentwickelte
Kultur. Sie waren und sind auch heute noch handwerklich
sehr geschickt. Auf kleinen Märkten bieten die Nachfahren
der Indianer ihre selbstgemachten Töpferwaren und Webwaren
an.
In Südamerika spricht man fast überall Spanisch.
Auch in Brasilien versteht man Spanisch eher als Englisch.
Grundsätzlich tut man als Tourist gut daran, sich den
Sitten des Gastlands ein wenig anzupassen und sich nicht
wie reicher Tourist zu benehmen. Man kann Südamerikaner
einfach kennen lernen, wenn man ihnen mit Offenheit begegnet.
Südamerika ist nicht wie Europa geordnete und gradlinig.
Es sollte deshalb nicht mit Europa verglichen werden. Man
tauch ein in eine andere Welt, die chaotischer und hektischer,
auf der anderen Seite aber auch beschwingter und gemütlicher
sein kann.
Die Uhren scheinen sich dem Lauf der Zeit anzupassen und
man kann ganz in Ruhe die wundersame Welt Südamerikas
auf sich wirken lassen.
Lust auf eine Reise nach Südamerika bekommen?
Hier noch ein paar generelle Infos zu Südamerika:
Amazonas
Das Amazonasgebiet erstreckt sich über eine Fläche
von 4 Millionen km². Die Flüsse bilden zusammen
das größte Süßwasserreservoir der Welt.
In der direkten Umgebung der Flüsse wachsen seltene Pflanzen
und haben selten Tier ihr Zuhause. Der Regenwald umgibt den
Amazonas.
Anden
Die Anden liegen an der Westseite von Südamerika. Die dehnen sich von Norden nach Süden über fast den gesamten Kontinent aus. Der höchste Berg, dieser Gebirgskette, liegt in Chile an der Grenze zu Argentinien. Der Aconcagua ist 6960 Meter hoch.
Argentinien
Parque Nacional , Los Glaciares
6000km² ist der argentinische Nationalpark groß. Er liegt zwischen zwei Seen und einer großen Gletscherregion. Ungefähr alle vier Jahre sprengen die angestauten Wassermassen des Sees einen Arm des Gletschers weg um sich ihren Weg ins Tal zu bahnen.
Lago Nahuel Huapi
Der See, der so groß wie der Bodensee ist, lädt zu einer Dampfschiffart ein. Vorbei an den schneebedeckten Wipfeln der Anden, welche im Wasser reflektiert werden bietet der See ein einmaliges Naturschauspiel.
Brasilien
Búzios
Dieser Strand östlich von Rio breitet sich auf einer Länge von 190km aus. Er ist einer der schönsten Strände Brasiliens. Schöne Restaurants und Cafes laden zum Verweilen ein.
Corcovado
In gut 700 Metern Höhe breite der Christus seine Arme über Rio de Janeiro aus. Er ist das Wahrzeichen der Stadt und von ihm hat man eine wunderbare Aussicht über Rio de Janeiro. Eine Zahnradbahn und eine Straße führen den Berg hinauf zum Gipfel.
Iguacu
Die Wasserfälle von Iguacu sind atemberaubend. Im Schnitt stürmen 1750m³ pro Sekunde die 60 Meter hohen Bergklippen hinab, die hufeisenförmige Löcher in das Vulkangestein gefressen haben. Die Wasserfälle liegen zwischen Argentinien, Brasilien und Paraguay.
Karneval
Der Karneval im Februar ist in Rio de Janeiro vornehmlich in Clubs und Bar anzutreffen. Der Straßenkarneval jedoch wird in dem extra dafür errichteten Sambodrom gefeiert. Die Bewohner verschiedener Favellas präsentieren ihre Musik, ihre Kleidung und ihren Tanz vor einem gut zahlendem Publikum.
Bolivien
Karneval in Oruro
Der wohl ursprünglichste Karneval wird in Oruro gefeiert. Stark beeinflusst von indianischen Traditionen und Masken wird dieser Karneval im Februar gefeiert.
Chile
Arica
Auf diesem Plätzchen Erde findet man die außergewöhnlichsten Landschaften nebeneinander. Salzseen, Wüsten, Geysire, Wälder und hohe Berge. In dieser Stadt regnet es so gut wie nie. Die Temperaturunterschiede hingegen sind sehr ausgeprägt zwischen Tag und Nacht.
Osterinseln
Im Südpazifik gelegen sind die Osterinseln für die Forscher auch heute noch ein Rätsel. Bekannt sind die Inseln durch ihre großen Steinskulpturen geworden. Bis heute ist nicht genau bekannt, ob der Ursprung dieser Kultur in der der Inka liegt, oder der eines polynesischen Stammes. Die heutigen Bewohner der Insel leben ausschließlich vom Tourismus.
Equador
Galapagos Inseln
Aus der Pirateninsel und dem Strafgefangenenlager wurde 1959 eines der wohl bekanntesten Naturschutzgebiete der Welt. Die 40 Inseln sind aus vulkanischem Gestein und haben einen ganz eigene, an die Bedingungen angepasste Flora und Fauna aufzuweisen. Als Individualreisender kann man die Inseln nicht besuchen, es ist aber möglich innerhalb einer kleinen Gruppe die Inseln mit Führer zu erkunden.
Peru
Cuzco
Cuzco war bis 1533 die Hauptstadt des peruanischen Inkareichs. Heute ist es eine der herrausragensten archäologischen Stätten in Südamerika. Auf alten Bauten der Inkas wurden spanische Gebäude errichtet. Oberhalb der Stadt liegt die beeidruckende Ruine einer Festung der Inka.
Machu Picchu
Die wohl berühmteste Stadt Perus liegt hoch über dem Urwald. Sie blieb von spanischen Eroberern verschont, da sie vom Tal nicht sichtbar war. 1911 wurde die Stadt wiederentdeckt. Die Stadt liegt in 4200 Höhenmetern. Ein 43 Kilometer langer Weg, der von den Inkas erbaut wurde und 2000 Höhenmeter überwindet, führt zu der Stadt.
Nazca
Die frühzeitlichen Muster auf dem Wüstenboden lassen sich am besten aus eine bestimmen Höhe erkennen. So werden Rundflüge über das Gebiet der Bilder, die in den Boden gekratzt wurden, unternommen werden. Bis heute ist nicht geklärt, was diese Bilder genau zu bedeuten haben. Nazca liegt ungefähr 400 Kilometer südlich von Lima.
Uruguay
Montevideo
Die Menschen von Montevideo behaupten, das der Tango in ihrer Stadt erfunden wurde. Angeblich stammt der Name der Stadt von einem Spanier, der sie entdeckte und sagte „Ich sehe einen Berg.“ (Monte video eu).
Venezuela
Angel Falls
Die Gegend der Tafelberge ist schon allein einen Besuch wert. Besonders interessant wird es dann, wenn man einen kleinen Ausflug mit dem Flugzeug über die Gegend macht und dabei die Angel Falls bewundern kann, die aus einen Höhe von 1000 Metern in die Tiefe stürzen. Es ist der höchste Wasserfall der Welt.
