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Rom

Reisebericht Rom vom 06.10.2002 –12.10.2002

Berlin – Regen (keine weiteren Ausführungen, außer: Bloß weg hier!)

Nach einem kurzweiligen, angenehmen Flug mit „VOLARE-Airlines“ (einer Tochter von AllItaia) landeten wir pünktlich in Rom Fiumicino bei schönem Wetter. Von dort aus fuhren wir mit einem Shuttle-Taxi weiter bis zum Bf. Termini.
Unser Hotel „Ariston“ war ganz in der Nähe, in der Via Filippo. In Rom darf man nicht empfindlich sein gegen Straßenlärm, oder man achtet bei der Buchung auf ein Zimmer zum Hof. Wir wurden sehr freundlich empfangen und auf unsere Zimmer begleitet. Nach dem wir uns etwas eingelebt haben (Sachen auspacken und frisch machen und so), machten wir uns auf den Weg, die nähere Umgebung zu erkunden. Erst noch mal Richtung Termini, dort fanden wir auch den Kiosk von ATAC (Nahverkehrsverbund), wo wir gegen Vorlage unserer Umweltkarte und des Personalausweises einen Wochenfahrschein für die Verkehrsmittel in Rom bekamen.

Das funktioniert einmal im Jahr für eine Woche, dank eines Abkommens zwischen der BVG in Berlin und ATAC in Rom. In einer Seitenstrasse, der Via Farini, entdeckten wir ein Reisebüro von „Greenline Tours“. Dort buchten wir eine deutschsprachige Stadtrundfahrt für Montag Nachmittag (die man bei ATAC wesentlich billiger, aber nur in englisch bzw. ital. bekommt) und eine Busreise nach Capri für den Mittwoch. Danach bummelten wir noch so durch die anliegenden Strassen .


Montag – strahlender Sonnenschein und gut 20° C

Nach einem sehr guten Frühstück, nicht typisch italienisch - bescheiden, sondern mit allem was wir so gewohnt sind – halt ein gutes Bufett, machten wir uns auf den Weg Richtung Forum Romanum. Auf dem Weg dorthin besichtigten wir die Santa Maria Magiore Basilika (eine der 4 Basiliken, die dem Papst unterstehen). Von der Architektur der Gebäude an der Via Cavour sind wir begeistert. Die Via Cavour verlassen wir an der Metro-Station Cavour und gehen einer kleinen Seitenstrasse weiter Richtung Forum Romanum. Interessant sind auch die Höfe. Von dort aus hielten wir uns rechts und kamen zur Piazza d. Quirinale, an dem sich die Militärakademie befindet. Wieder ein herrlicher Platz mit einem Obelisken (immer wenn wir auf einen stoßen wird er fotografiert) und einem schönen Blick über die Dächer und Kuppeln Roms in Richtung Vatikan. Über die Piazza Republica liefen wir zurück zum Hotel, um uns etwas zu erfrischen für die Stadtrundfahrt.
Wir haben uns für die Tour 2 entschieden, die uns über die Piazza Venezia (mit dem Grabmal des unbekannten Soldaten), einem Fußmarsch auf den Kapitolhügel mit Blick auf das Forum Romanum und Kolosseum, vorbei am Circus Maximus, der Cestius–Pyramide, weiter zur „Basilika von Sankt Paul vor den Mauern“ (mit Besichtigung), zurück zum Kolosseum, zur Spanischen Treppe führte.
Oberhalb der Spanischen Treppe, an der französischen Kirche hatten wir wieder einen tollen Blick über Rom, diesmal bei untergehender Sonne, im Hintergrund wieder der Petersdom. Über die Via Quattro Fontane gingen wir zurück zum Hotel.
Anstrengend – aber sehr schön. Auch das Urteil der Kinder (14 und noch 17).


Dienstag – wieder schönes Wetter Für heute haben wir uns das Kolosseum auf den Plan geschrieben. Nach 20 Minuten Fußweg erreichten wir es dann und reihten uns in die Warteschlange ein. Wir hielten uns den ganzen Vormittag im Colossuem auf und sind tief beeindruckt von diesem Bauwerk. Von dort aus gingen wir durch das Forum Romanum die Via Sacra entlang, vorbei an den Tempelresten zum Senatsgebäude. Anschließend gingen wir, diesmal von der anderen Seite, auf den Kapitolhügel und genossen die schöne Aussicht. Wir verließen den Kapitolhügel in Richtung Piazza Venezia und erstiegen das Grabmal des unbekannten Soldaten. Es ist zwar anstrengend, aber es hat sich gelohnt .Von dort oben hat man eine fantastische Aussicht über Rom, in alle Richtungen. Wir verließen die Piazza Venezia und gingen weiter zur Piazza Minerva. Dort steht der kleine Elefant mit dem viel zu großen Obelisken auf dem Rücken. Ein Besuch in der Santa Maria Sopra Minerva lohnt sich auch auf alle Fälle. Schon allein wegen der Michel Angelo Bilder. Als nächstes zog es uns zum Pantheon, dessen einzige Lichtquelle ein Loch in der Dachkuppel ist. Unweit vom Pantheon entfernt ist die Piazza Navona, ein sehr schöner Platz. Hier beschlossen wir, uns ein gemütliches Restaurant zu suchen .Wir fanden auch eins, wo wir sogar noch draußen sitzen konnten. Zum Glück standen die Sonnenschirme noch, denn es fing leider an zu regnen. Unser Rückweg führte uns (wieder im Trockenen) wieder an der Piazza Venezia und dem beleuchteten Forum Romanum vorbei, die Via Cavour entlang zum Hotel. Wir waren gut geschafft, aber auch zufrieden mit dem Gesehenen.


Mittwoch - trübes Wetter

Wir mussten früh raus zu unsrer Tour nach Capri. Der Bus fuhr um 7.30 Uhr am Greenline Büro ab, für uns nur ein Fußweg von 5 Minuten. - Man kann bei der Buchung auch sein Hotel angeben und sich abholen lassen.
Wir fuhren gut 2 Stunden bis Neapel mit dem Reisebus direkt zum Hafen. Unterwegs erzählte die Reiseleiterin, leider nur in spanisch und englisch, etwas zu den Sehenswerten Sachen an denen wir vorbei fuhren. Es gab auch eine kleine Rast (Zigaretten- und Pullerpause an einer Raststätte).
Im Hafen von Neapel wurden wir von einem sehr netten älteren Mann begrüßt, welcher die Reiseleitung verstärkte und sehr gut deutsch sprach. Wir mussten uns beeilen und auf ein Schnellboot steigen, welches uns in 45 Minuten nach Capri zum Hafen Marina Grande brachte. Dort stiegen wir gleich in ein kleineres Motorboot um und fahren zur Grotta Azuro. Vor der Grotte war starker Andrang, denn wir mussten noch mal umsteigen. Diesmal in ein Ruderboot um direkt in die Grotte zu gelangen. Das funktionierte nur mit einem atemberaubenden Manöver, welches die Einheimischen sehr gut beherrschen. In der Grotte war es traumhaft schön, also schon lohnenswert. Allerdings sollte man keine Platzangst haben. Denn um in die Grotte hinein und auch wieder heraus zu kommen, muss man sich flach im Ruderboot hinlegen, da die Öffnung zur Grotte sehr klein ist. Anschließend fuhren wir wieder zurück zum Hafen Marina Grande, mit dem Motorboot. Nach einer kurzen Hafenbesichtigung stiegen wir in einen Minibus und fuhren hinauf nach Anacapri, wo schon ein Mittagessen für unsere Reisegruppe bestellt war. Anschließend machten wir einen kleinen Rundgang, der uns zum Aussichtspunkt führt, von dem man auf den Hafen Marina Grande den Vesuv und Neapel schauen konnte. Leider fing es wieder leicht zu regnen an. Trotzdem war es ein wunderschöner Tag, der mit er Rückfahrt nach Rom endet.


Donnerstag - Regen

Es hat die ganze Nacht geregnet und hielt auch noch den Vormittag an. Wir entschlossen uns, mal mit der Metro zu fahren und zwar Richtung Vatikan. Trotz strömenden Regen stand eine km-lange Schlange vor dem Vatikan-Museum. Wir laufen weiter Richtung Petersplatz und gingen in die Basilika Sankt Peter. Es ist sehr beeindruckend. Als wir wieder rauskommen hat auch der Regen nachgelassen und hörte schließlich ganz auf. Wir gehen die Via d. Concilliazione in Richtung Castel St. Angelo. Am Tiber entlang gingen wir bis zum Justizpalast und weiter über die Brücke Umberto I, über die Piazza Aucusto, die Via Ripetta zur Piazza del Popolo. Dort fanden wir einen weiteren Obelisken und verweilten dort am Springbrunnen. Oberhalb der Piazza del Popolo liegt die Villa Borghese, einer der vielen schönen Parks von Rom. Oben angekommen hatten wir wieder einen sehr schönen Blick in Richtung Vatikan. Wir gingen durch den Park in Richtung Corso d’ Italia und finden eine Statue von Goethe in Rom. Unser Weg führt uns über Piazza Republica wieder zurück ins Hotel. Unser gemütliches Essen an einer netten Pizzeria an der Piazza Santa Maria Maggiore hatten wir uns wohl verdient.


Freitag - sonnig

Wir liefen die Via Cavour entlang zum Forum Romanum. Unser Ziel war dieses Mal der Palatinus oberhalb der Via Sacra. Was wir nicht wussten, das wir auch hier Eintritt bezahlen müssen. Und noch bitterer war das die Karten vom Kolosseum auch hier gelten, also eine Doppelkarte, wenn man beides an einem Tag besucht. Hier steht man auch nicht so lange an.
Aber egal, es hat sich trotzdem wieder gelohnt. Man hat von dort oben auch wieder eine schöne Aussicht auf den Circus Maximus, den Tiber, den Vatikan und auf der anderen Seite auf die Tempelreste vom Forum Romanum. Nach dem ausgiebigen Rundgang auf dem Palatinus gingen wir über den Circus Maximus zum Orakel Boccia d. Verita (Wahrheitsmund), der sich an der Kirche Santa Maria im Cosmedin befindet. Von dort aus gingen wir vorbei am Teatro die Macello zur Fontana Trevi, dem größten und schönsten Springbrunnen Roms. Dort verweilten wir ein wenig, denn es ist im Prinzip schon der Abschied von Rom.
Zum Abendessen suchten wir uns in der Nähe unseres Hotels eine Pizzeria.

Für Samstag hatten wir uns wieder ein Taxi bestellt, welches uns nach dem Frühstück wieder zum Flughafen brachte. Unser Rückflug verzögerte sich etwas, aber dafür gab es jede Menge aus der Luft zu sehen, Elba, die Po-Ebene, die Alpen – einfach herrlich.

In Berlin gelandet – und gleich war uns wieder kalt.

An diesen schönen Urlaub werden wir uns lange und gern erinnern, dem Flair, von den netten Menschen, den schönen Erlebnissen ... es hat alles rundherum gestimmt.