Sahara
Die Saharawüste besteht aus über einem Drittel des afrikanischen Kontinents.
Sie ist ca. 9 Mio. qkm groß, und entspricht etwa 4/5 von Europa.
Die Bevölkerung beträgt ca. 2,5 Millionen und die Fläche ist um die 3,5 Millionen Quadratkilometer groß. Die längste Strecke beträgt 5. 000 km.
Sie ist die größte Wüste der Welt.
Die Wüste Sahara war nicht immer eine Wüste. Früher gab es hier Tiere und so muß die Landschaft sicherlich ganz anders gewesen sein.
Es gibt Gedanken diese Wüste wieder fruchtbar zu machen, obwohl diese Unterfangen sicherlich kostspielig ist, würde der tiefere Sinn zum Schutz der Umwelt dieses Vorhaben immer rechtfertigen.
Da viele Länder sich die Sahara teilen liegt es am politischem Willen, diese Gegend wieder zu einer ökonomisch landwirtschaftlichen Hochburg werden zu lassen.
Der Name Sahara bedeutet "Wüsten" auf arabisch, was richtigerweise impliziert, daß sich die Sahara aus mehreren Wüsten zusammensetzt.
Das englische Wort "desert" stammt vom Begriff Terra Deserta, mit dem die Römer das Gebiet südlich von Karthago bezeichneten und besagt, daß es sich um verlassenes Land handelte.
Allerdings wissen wir heute, daß die Sahara früher von zahlreichen Stämmen bewohnt war, bevor Sand über ihr Getreide und Weideland geweht wurde.
Von Zeit zu Zeit wird der Sand wieder fortgeblasen, so daß Obstgärten, ummauerte Städte, Paläste und Burgen aufgedeckt werden.
Solche Vorkommnisse haben Anlaß zu unzähligen Legenden über verdammte Städte gegeben, deren Bewohner von Gott für ihre Sünden bestraft wurden.
Felsmalereien in der zentralen Sahara zeigen Männer und Frauen beim Hüten von Rindern auf üppigem Weideland, wo heute kein Gras mehr wächst.
Der Tschadsee war um einiges größer als er heute, 2000 Jahre später, ist.
Die Götter und Dämonen aus alten Zeiten wandern immer noch frei herum, denn die Reisenden in der Sahara werden oft durch Visionen, Luftspiegelungen getäuscht, die auch als Fata Morgana bezeichnet werden - dem italienischen Namen für die Dame des Sees aus der Artussage.

Der arabische Name lautet Marjana, vom griechischen Margana (daraus die Blume Margerite), vielleicht auch vom indischen Mangala, dem Namen für Dementer, der römischen Ceres, der ägyptischen Isis, der Göttin des vegetativen Lebens, die erschöpften Reisenden grüne Oasen voller Blumen sehen ließ, um ihnen Hoffnung zu geben.
Reisende hören in der Wüste auch Stimmen, arabisch hatifa, Plural hawatif. Es sind männliche und weibliche Stimmen, von denen einige ihnen den Weg zeigen und sie auf diese Weise retten, während andere sie vom rechten Weg abbringen und zur Sünde verleiten.
Einige tragen Gedichte vor, andere zeigen die Zukunft oder den Ort, an dem Schätze aus der Vergangenheit verborgen liegen. So wurden Reisende oft zu den Resten von Karawanen geführt, wo sie zwar Gold und Perlen fanden, aber in den endlosen Weiten ohne Wasser und Führer in eine Falle gerieten.
Einige alte Städte sind nur in der Nacht sichtbar, wenn die mit Perlen übersäten Mauern im Mondschein glänzen.
Reisenden tauchen auf, füllen ihre Taschen mit Schätzen und brechen eilig auf.
Zu Hause angekommen, öffnen sie ihre Taschen und finden nur Sand vor. Sie reisen zurück, aber die verwünschte Stadt ist bei Tage unsichtbar.
